Kosten der Grabpflege

 

Kosten der GrabbepflanzungWie hoch die Kosten der Grabpflege ausfallen, ist nicht pauschal zu beantworten, da diese vom Einzelfall abhängig sind. Diese Kosten sind jedoch nicht mit den Friedhofsgebühren zu verwechseln. Während die Friedhofsgebühren die Gebühren für die Anmietung des Grabmals beinhalten, gehören zu den Kosten der Grabpflege alle Aufwendungen für die gepflegte Instandhaltung des Grabmals wie Blumenerde, Bepflanzung und eventuell Dekoration.

 

Durch die Anmietung des Grabes entsteht ein verwaltungsrechtlicher Vertrag mit einem Sondernutzungsrecht an dem ausgesuchten Grab zwischen dem Friedhofsträger und dem Mieter. Die Grabstelle bleibt im Eigentum des Friedhofträgers, während der Berechtigte nicht nur das Grab, sondern auch die Infrastruktur wie Abfallbehälter und Wasserstellen nutzen darf. Im Gegenzug verpflichtet er sich, das Grab regelmäßig zu pflegen, damit dieses dem allgemeinen Bild des Friedhofs entspricht.

 

 

 

 

 

Die Grabbepflanzung

 

Auf deutschen Friedöfen sind von den Jahreszeiten abhängige Trends zu beobachten. Im Frühjahr werden gerne Stiefmütterchen gepflanzt, im Sommer Eisbegonien und im Herbst/Winter Heidekraut und Silbereiche. Innerhalb eines bestimmten würdigen Rahmens ist allerdings erlaubt, was gefällt. Wer viel Zeit für die Grabpflege aufwenden kann, ist hinsichtlich der Pflanzenauswahl recht flexibel, da auch empfindliche Zierpflanzen infrage kommen, die viel Zuwendung brauchen. Wem nur wenig Zeit zur Verfügung steht, sollte sich für robuste Pflanzen entscheiden, die jeder Witterung standhalten und auch mal mehrere Tage Regen oder Trockenheit vertragen können.

Wie hoch der finanzielle Aufwand für die Grabpflege ausfallen, hängt auch davon ab, wie viel Geld die Angehörigen bereit sind auszugeben. Manche gestalten das Grab sehr schlicht und einfach, andere wiederum geben richtig viel Geld aus, um einen verstorbenen Angehörigen angemessen zu würdigen. Daher kann die Grabgestaltung auch viel über die Beziehung zwischen dem Verstorbenen und den Angehörigen aussagen. Es gibt Angehörige, die eine schlichte Grabgestaltung bevorzugen und Hinterbliebene, die sich mit viel Liebe zum Detail um die letzte Ruhestätte kümmern.

 

Häufig können sich die Angehörigen die Grabpflege nicht selbst übernehmen, da sie weiter weg wohnen In diesem Fall ist die Beauftragung eines Friedhofsgärtners die beste Lösung, der eine jährliche Gebühr für die Grabpflege in Rechnung stellt. Manche Menschen sind so umsichtig und sorgen zu Lebzeiten durch eine Sterbegeldversicherung oder Geldrücklagen für den Sterbefall vor, um die Angehörigen nicht finanziell zu belasten.

Wie umfangreich die Grabpflege ausfällt, hängt auch von der Art der Bestattung ab. Im Fall einer Sargbestattung fällt das Grabmal größer aus als bei Feuerbestattung. Ferner ist zu berücksichtigen, ob es sich um ein Einzel- oder Doppelgrab handelt. Bei der anonymen Feuerbestattung, bei der Seebestattung und bei der Baumbestattung entfällt die Grabpflege, da es kein Grabmal gibt.

 

 

 

 

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